Der Formationscup

Eine persönliche Beschreibung, warum man als Zuschauer ein Formationstournier nicht versäumen sollte und als Tänzer schon gar nicht. Ein Erfahrungsbericht von unserem Irish Dance-Spezialisten Georg.
Ein Formationscup ist für jeden Tänzer und jede Tanzgruppe eine besondere Herausforderung und Prüfung. Das Wichtigste vor dem Turnier ist die Stellprobe. Bei der Stellprobe muss jedes Detail stimmen. Für ein komplettes Durchtanzen der Nummer bleibt nur in den seltensten Fällen genug Zeit. Zehn Minuten. Ich habe nicht gewusst, dass 10 Minuten so kurz sein können. Aber wenn alles geklappt hat, ist der schwierigste Teil des Turniers vorbei. Manche Leute haben sicher vor dem ersten Turnier Angst oder Lampenfieber. Das vergeht aber spätestens, wenn man auf der Tanzfläche steht. Das Schwierigste bei einem Turnier ist die Zeit zwischen dem Auftritt und der Bewertung. Bei der Bewertung wir bei größeren Turnieren dann auch entschieden, ob man sich für die nächste Runde oder auch für das Grosse Finale qualifiziert hat. Hat man es geschafft, so ist das die schönste Nachricht, die man sich vorstellen kann.
Hat man es aber nicht geschafft, so ist der Spruch "Dabeisein ist alles" das Schrecklichste was man sich anhören muss. Natürlich ist man enttäuscht, weil die Vorbereitungen und die vielen Proben auf den ersten Blick sinnlos erscheinen. Aber dieses Gefühl schlägt dann spätestens bei der Siegerehrung in Freude um. Auch wenn man das angestrebte Ziel nicht erreicht hat, kann man sich für die Anderen freuen. Und das ist für mich das sportlichste Verhalten überhaupt. Nach einem Turnier fühlt man sich, obwohl man relativ zerschlagen und müde ist, als könnte man Bäume ausreißen. Und um ehrlich zu sein, es gibt doch nichts Schöneres als mit der ganzen Truppe anschließend in einen Heurigen zu gehen, Schmäh zu führen und sich so richtig zu amüsieren. Ich selber war erst bei zwei Turnieren aktiv dabei, habe aber vor es weiterhin zu machen. Mir macht es sehr viel Spaß, was aber nicht heißen muss, dass es jedem so geht.
Wichtig ist auch der Rückhalt in der Gruppe. Man sollte nur in einer Gruppe zu einem Turnier fahren, in der man sich wirklich wohl fühlt, sonst kann es zu einem Alptraum werden. Solltet Ihr einmal die Gelegenheit haben, zu einem Turnier anzutreten, dann solltet Ihr diese auch wahrnehmen. Es macht wirklich Spaß, auch wenn es manchmal Tränen gibt. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Nehmt die Sache Ernst, aber nicht zu Ernst! Denn es ist Spaß am Tanzen, der euch soweit gebracht hat. Und Spaß ist alles was zählt!