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GESCHICHTE:
Salsa ist kein Rhythmus oder Musikstil, ganz im Gegenteil, er vereint alle musikalischen Tendenzen, die heute im urbanen Karibischen Bereich aufeinandertreffen. Ursprünglich liegen seine Wurzeln in Kuba, musikalisch angereichert wurde er im New York der 70er Jahre, von wo aus er sich weltweit verbreitet hat. Die Hochburgen des Salsas waren allerdings schon viel früher in Regionen zu finden, in denen sich die Bevölkerungsschicht aus Afroamerikanern und Mulatten zusammensetzte. Die Situation in den Armenvierteln, Familie, Liebe, Freunde, Staßenleben, Gewalt und soziale Unzufriedenheit finden sich heute in den Texten wieder.
Auf Cuba wird die Musik nicht einfach nur zelebriert, sondern gelebt.
Rumba ist in Cuba der Oberbegriff für 3 verschiedene Rhythmen: Yambú, Columbia und Guaguancó. Yambú ist ein mittlerweile schon aus der Mode gekommener Paartanz, die Columbia ein reiner Männertanz mit teilweise akrobatischen Choreographien. Was uns heute als Salon-Rumba bekannt ist, ist eine Version des Guaguancó. Ursprünglich war er gar nicht als Paartanz gedacht, sondern einfach zur Unterhaltung des Publikums durch das Vortragen von gesungenen Geschichten, Anekdoten oder kritischen politischen Texten. Erst mit Anfang dieses Jahrhunderts wurde dem gesungene Teil des Guaguancó ein getanzter Teil mit teilweise recht anzüglichen Choreographien angehängt. Getanzt, oder demonstriert wird dabei das Ritual der Eroberung. in dem der Hahn die Henne umkreist, angefeuert vom im Kreis stehenden Publikum. Ursprünglich wurde die Rumba mit Trommeln gespielt, welche in der Kolonialzeit verboten wurden. Der Ersatz für die Trommeln waren dann Kisten, die aufgrund ihres ausgezeichneten Klanges auch nach der Aufhebung des Verbotes sehr beliebt waren.
Der Danzón ist ein Tanz, der sich ursprünglich aus dem französischen Contradance entwickelt hat und war anfänglich nur in den vornehmen Salons Havannas zu Hause. Bald wurde er aber auch vom Volk aufgegriffen und entwickelte sich zu einem beliebten Volkstanz. Bis in die 20er Jahre waren Musik und Tanz eine Frage der Rassenzugehörigkeit. Afroamerikaner tanzten Rumba und Weiße den Danzón. Erst als eine Mischung aus weißer und afroamerikanischer Tradition ins Land gebracht wurde, erklang nur noch ein Rhythmus, zu dem alle gemeinsam tanzten: der Son. Aus Spanien stammen die Verse und Saiteninstrumente und von den ehemaligen Sklaven die Perkussion und der synkopierte Rhythmus.
Erst in den 70ern gelangte der Son auch nach New York. Durch das rege Interesse der Öffentlichkeit witterten Musikproduzenten das große Geschäft und begannen ihn unter dem Namen Salsa (=scharfe Soße) weltweit zu vermarkten.
ZITATE:
Salsa ist ein Wort, das allen tanzbaren Rhythmen gegeben wurde. Darin enthalten sein kann Cumbia, Guaguanco, Son Montuno, Guaracha, Conga und Rumba. Das alles ist in diesem Wort. Um Salsa also genau zu definieren, müßte man zunächst jeden einzelnen Rhythmus selbst definieren. [Oscar d´Leon ( Sänger aus Venezuela )]
Salsa ist die universelle Botschaft des Volkes, die Botschaft der Freude des Wohnviertels. Sie ist der Ausdruck dessen, was wir, die Leute von unten, fühlen. Ich glaube, daß Salsa die fröhlichste Musik des Universums ist. Salsa ist Freude, Ursprung, kubanische Musik. Sie ist das, was wir können, was wir spielen und was das Publikum von uns möchte. [José Alberto 'El Canario' ( Sänger aus der Dom. Republik )]
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