Der Weg zum Opernball

Viele Leute mögen den Openball eröffnen wollen - und viele tun es auch - doch wissen ebenso sehr viele gar nicht, was sie erwartet und wie sie sich anmelden können dafür. Wir haben hierfür eine kurze "Anleitung".
1.) Herausfinden der Anmeldetermine
Die Termine zur Anmeldung beim Opernball sind normalerweise nur 2 Tage zwischen Ende September und Anfang Oktober. Das wichtigste überhaupt ist zu erfahren, wann diese Tage genau sind: Wir wollen dieses "Geheimnis" lüften: Entweder ruft man beim Opernball-Büro an und erkundigt sich (Tel-Nr erfragbar bei der Staatsoper) oder man stattet der Tanzschule Elmayer einen Besuch ab. Denn dort wird meist bereits lange vorher durch Aushänge den Schülern mitgeteilt, wann die Termine sind.
2.) Anmeldung
Was benötigt man bei der Anmeldung? Nichts weiter als viel Geduld. Es macht sich bezahlt die anderen zu beobachten. Im Normalfall sind folgende Dinge vor Eintritt in das Büro auszufüllen: Die Anmeldung selbst (Name, Geburtstag, Tanzschule, Größe, Adresse, Telefonnummer, und das selbe über den Partner), das Kuvert ist zu adressieren und die Erklärung zu unterschreiben, daß man zuvor noch nicht eröffnet hat (Ehrenwörtliche Erklärung, erstmals beim Opernball 2001). Das Büro ist im übrigen in der Goethegasse.
3.) Vortanzen
Dann, im November meistens, findet das Vortanzen statt. Entweder im Gustav-Mahler-Saal der Staatsoper oder in der Tanzschule Elmayer. Hier wird man entweder nach der Nummer (von der Anmeldung) oder nach dem Namen der Dame aufgerufen. Man tanzt einige Meter Linkswalzer (!) und darf dann wieder gehen. Man wartet länger als der Spuk dann selbst dauert.
4.) Der Brief
Ungefähr ein Monat oder auch etwas später trudelt dann ein Brief ein; jenes Kuvert, welches man selbst adressiert hat bei der Anmeldung. Hier gibt es nun 3 verschiedene Varianten: Entweder es wird einem mitgeteilt, daß man leider nicht genommen wurde, oder man ist nur Reserve oder eben im Komitee selbst. Wenn man nicht genommen wurde, so ist das auch kein Malheur. Wenn man das bei der Anmeldung das nächste Mal erwähnt, stehen die Chancen, dann genommen zu werden, nicht allzu schlecht. Und selbst wenn man Reserve ist, kommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zum Zug. Entweder die Reservepaare einfach hinten aufgereiht oder sie springen ein (mit etwas Glück auch weiter vorne). Spätestens jetzt ist es an der Zeit ein Kleid bzw einen Frack zu besorgen. Später wird es schwierig und vor allem teuer in Wien einen Frack aufzutreiben.
5.) Die Proben
Dann sind die ganzen Proben, welche allesamt Pflichtproben sind. Nach der zweiten oder dritten Probe erfährt man schließlich, wo man steht. Im Gegensatz zu anderen Bällen (ausgenommen Philharmoniker Ball) gibt es hier eine strenge Stellordnung, die bereits vorher eingeteilt wurde. Bei den Proben wird dann aber oft noch herumgewechselt. Und nun das allerwichtigste: Steht man innen, so bekommt man von der Eröffnung nicht viel mit, da die Paare außen zuerst einmarschieren und das sogenannte Spalier bilden. Diese Paare müssen zwar eine Dreiviertelstunde stehen, bekommen aber dafür alle Einlagen sowie das Ballett mit. Normalerweise sind die Proben an Sonntag Vormittagen: 3 Pflichtproben und eine Generalprobe, wobei die Generalprobe bereits in der Oper ist (da für die Generalprobe auch Platzkarten gekauft werden können sind auch hier Besucher wie auch Fernsehen vertreten). Diese mitnichten letzte Probe findet am Mittwoch abend vor dem Ball selber statt. Die allerletzte Probe findet in der Garderobe statt, ungefähr eine Stunde vor der Eröffnung. Auch interessant für viele: man kann sich aussuchen, ob man die Proben in der Tanzschule Elmayer oder in der Tanzschule Mühlsiegel absolviert.
6.) Alles Walzer
Dann ist der Ballabend da und man kann sich dem Ballvergnügen hingeben (nach ein wenig Eröffnungsarbeit). Und nicht vergessen: Am Opernball kann man für einen Abend Prinz bzw Prinzessin spielen... ALLES WALZER!