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N E W S

Moskauer Ballnacht 2010 - Ball report
Eventbericht
Mar 10, 2010
Moskauer Wohltätigkeitsball in Wien, ein Bericht von Dr. Csaba Gabor
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TU-Ball 2010
Ballbericht
Mar 2, 2010
Die TU feiert, ein Bericht von Dr. Csaba Gabor
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Flüchtlingsball 2010 - Ein Bericht
Ballbericht
Mar 2, 2010
Der Ball des Integrationshauses im Rathaus, ein Bericht von Stefan Bugovsky
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Juristenball 2010 - Ein Bericht
Ballbericht
Mar 2, 2010
Justitia lud zum Tanz in der Hofburg, ein Bericht von Stefan Bugovsky
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Rudolfina Redoute 2010
Ballbericht
Mar 2, 2010
Carmen in Maske am Ball, ein Bericht von Stefan Bugovsky
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T E R M I N E

Das Geschäft mit der Ballsaison

Sobald in Wien die Ballsaison naht, rückt das Tanzgeschehen, ja nicht einmal das Tanzen können, mehr und mehr in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Geschehens. Besser gesagt, die Society Wiens, egal ob Tänzer oder Nichttänzer, drängelt sich auf dem Tanzparkett, um den besten Platz im Scheinwerferlicht zu bekommen.Das Bälle in Wien auf eine Lange Tradition zurückgehen, wissen viele vielleicht noch, wie diese Tradition aber entstanden ist aber nicht. Das ist ja auch unerheblich, wichtig ist nur, das nicht nur ein erlesenes Häufchen der Wiener Gesellschaft einen Hauch vom Glitter und Glamour Hollywoods schnuppern kann, sondern einfach jeder, der bereit ist, den Eintrittspreis zu bezahlen.Stellen Sie sich vor, es gibt sogar Ballbegeisterte, die Jahrelang sparen, nur um einen Abend am Opernball verbringen zu können. Ich kann die Anziehungskraft dieses Society-Ereignisses schon verstehen, auch ich habe mich gefreut, beim Opernball eintanzen zu dürfen, doch lange auf eine Karte & eine Reise nach Wien zu sparen? War man dann einen Abend Prinzessin, stellt man fest: es ist auch nur ein ganz normaler Ball, einzig und allein Tanzkenntnisse braucht man nicht, da das Schwingen im Dreivierteltakt zwischen Kameras und Menschenmassen meist unmöglich ist.

So flaniert man um's teure Geld die ganze Nacht durch die Oper und genießt einfach die Eindrücke und am Morgen danach ist man um eine Erfahrung reicher und um viele Euros ärmer. Immerhin ist es aber auch meiner Meinung nach durch die wunderbare Gestaltung des Balles einer der schönsten Bälle der Ballsaison und wenn man Glück hat und so lange durchhält kann man in den frühen Morgenstunden sogar noch die Beine auf das Parketts schwingen, denn nicht alle Ballbesucher halten tatsächlich bis 5 Uhr Früh durch.Ein weiteres Society-Event der Ballsaison ist natürlich der Philharmonikerball. Der ansonsten so düstere Musikvereinssaal wir ein wenig besser ausgeleuchtet, was nur mageren Erfolg verspricht. Trotzdem feiert man eine ganze Nacht in einem der schönsten Säle Wiens. Tanzen ist allerdings geradezu unmöglich. Es scheint, als würden ungefähr um 50 Prozent mehr Karten verkauft werden, als der Musikverein fassen kann. Oder es drängen sich einfach nur alle im Hauptsaal, weil die verwinkelten Gänge nicht gerade zum Verweilen anregen. Wer sich nicht verirrt, hat sicher heimlich einen Gebäudeplan in der Tasche versteckt. Die Gesellschaft kann das nicht abschrecken, zwar wird dem Philharmonikerball kein ganzer Fernsehabend gewidmet, aber doch auch mehr als nur ein Beitrag in den Seitenblicken mit eindrucksvollen Bildern der wichtigen Besucher beim Plaudern im VIP-Bereich.

Nach all diesen gesellschaftlichen Höhenflügen sind wir doch froh, dass es auch Bälle für uns gemeines Volk gibt, schließlich hat auch das eine lange Tradition. Es hat zu Kaisers Zeiten nicht nur der Adel gefeiert, sondern auch die Zünfte. Mit ein wenig Geld kann man ja alles kaufen, also kann man auch sein Leben lang auf eine Loge am Opernball sparen, oder man besucht für das gleiche Geld mehrere Bälle oder auch nur einen ausgiebigen Ballabend pro Ballsaison. Zum Beispiel den Blumenball, Rauchfangkehrerball, Zuckerbäckerball, Ärzteball, Techniker-Ball, die Rudolfina Redoute (der letzte Maskenball Wiens), nicht zu vergessen der bekannteste Sommer-Ball - der Concordiaball, oder einen der vielen kleinen Bälle. Man sieht sich vielleicht nicht über den Bildschirm flimmern, oder doch? Dem Augustin-Ball war ein Beitrag in den Seitenblicken gewidmet, wohl auch deshalb, weil gerade Charity-Bälle immer häufiger bekannte Gesichter anziehen und die Einnahmen einem guten Zweck zugute kommen. Wir Österreicher sind ja bekanntlich ein spendenfreudiges Volk.

Können Sie eigentlich Quadrille tanzen? Nein? Zeit es zu lernen. Wer es sich leisten kann und auch High Society schnuppern möchte, sucht zu diesem Zweck die Tanzschule Elmayer auf. Wem das egal ist, der kann natürlich jede beliebige Tanzschule des Vertrauens aufsuchen, Auffrischungskurse für die Ballsaison werden ja fast überall angeboten. Einmal die Idee gehabt, bekömmt jede Tanzschule ein Stück vom Ballsaison-Auffrischungskurs-Kuchen ab. Schließlich will Herr und Frau Wiener nicht in die Verlegenheit kommen, beim Tanzen einen Boogie nicht von einem Walzer unterscheiden zu können. Oder? Zu empfehlen ist jenen, denen es nicht um's Gesehen-werden geht, nach Mitternacht den Ball zu stürmen, meistens ist dann kein Eintritt mehr zu bezahlen und eine leere Tanzfläche findet man oft auch noch vor.