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Moskauer Ballnacht 2010 - Ball report
Eventbericht
Mar 10, 2010
Moskauer Wohltätigkeitsball in Wien, ein Bericht von Dr. Csaba Gabor
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TU-Ball 2010
Ballbericht
Mar 2, 2010
Die TU feiert, ein Bericht von Dr. Csaba Gabor
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Flüchtlingsball 2010 - Ein Bericht
Ballbericht
Mar 2, 2010
Der Ball des Integrationshauses im Rathaus, ein Bericht von Stefan Bugovsky
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Juristenball 2010 - Ein Bericht
Ballbericht
Mar 2, 2010
Justitia lud zum Tanz in der Hofburg, ein Bericht von Stefan Bugovsky
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Rudolfina Redoute 2010
Ballbericht
Mar 2, 2010
Carmen in Maske am Ball, ein Bericht von Stefan Bugovsky
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T E R M I N E

Der Tanzmarathon 2002

Der Tanzmarathon ist vorüber und unser aller Beine schmerzen! So ungefähr würde ich das ausdrücken. Als der letzte Ton verklungen war sind einige wie ein mit Sand gefüllter Sack zu Boden gefallen. Nein, natürlich nicht tot, was mich auch nicht gewundert hätte, nur erschöpft. Keiner, erst recht nicht die Organisatoren und Jury hätten angenommen, dass im Laufe des Marathons nur 3 Paare aufgeben würden. Noch weniger hätte man vermutet, dass knapp die Hälfte der Paare ohne eine einzige Pause (!) durchtanzen würde. Der diensthabende Sanitäter hätte sich über ein wenig Arbeit sicher gefreut, laut Moderator(in), Travestiekünstlerin Lucy Mc Evil, war auch Notarzt recht ansehnlich. Das ist allerdings Geschmackssache, zumindest hätte ICH wegen ihm kein Kreislaufversagen vorgetäuscht.....

Ich gebe zu, ich habe nicht zu jenen Verrückten gehört, immerhin habe ich meinen armen und Tanzgeplagten Beinchen alle 2 Stunden eine kleine Pause vergönnt. Dass ich aber tatsächlich 8 Stunden durchtanzen könnte, hätte ich auch nicht vermutet. Ich muss zugeben, mehr als 4 oder 5 Stunden hätte ich uns nicht gegeben. Deshalb war ich, wie sicher viele andere auch, ein klein wenig stolz, es doch geschafft zu haben. Auch, wenn wir nicht gewonnen haben. Schließlich ist es keine Schande, seine Beine ab und an ein wenig auszurasten. Was mich noch sehr glücklich macht, ist, dass die Aidshilfe durch diese Aktion eine unglaubliche Summe eingenommen hat. Ohne uns Tänzer wäre es immerhin nicht so weit gekommen und das zeigt uns, dass man auch ohne Preise etwas von der Anstrengung hatte. Gewonnen hat ja nicht ein einzelner, sondern jeder, der die volle Zeit durchgehalten hat.
 
Wünsch dir was!
"Was man sich nach 5 Stunden Tanzen so wünschen würde", fragte einer der Moderatoren ein Tanzpaar. Scheinbar mit sich und der Welt zufrieden war die Antwort mehrerer "bessere Musik!" Das hat sich wohl jeder der Tanzenden gedacht, die Musik war ja tatsächlich zum Vergessen. Lassen wir das. Sie war eben schlecht ausgewählt, scheinbar nicht von einem Tänzer, denn "L' Amour -Hatscher" sind zwar recht entspannend, wie uns allen von diversen Bällen bekannt sein mag, nerven sie aber auf Dauer und sind nicht gerade aufputschend, wenn man schon am Zahnfleisch über die Tanzfläche hüpft.
 
Der Kampf der Tanzroboter!
Unglaublich, wie manche Herren es nach siebeneinhalb Stunden noch schafften, ihre Damen in der Luft herumzuwirbeln, ging es hier doch nicht um Performance, sondern um Durchhaltevermögen. Sie haben bewiesen, dass ihnen beides zu eigen ist. Vor allem unsere Schweizer Tanzpaare haben sowohl durchgetanzt, als auch eine tolle Show für das Publikum geboten. Bei den meisten anderen Tänzern war gegen Ende verständlicherweise nicht mehr viel davon zu bemerken. Ich denke, zwar, es handelte sich bei den zwei Paaren nicht um Roboter, aber man weiß ja nie, wie authentisch und lebensecht Schweizer Präzisionshandwerk gebaut ist.
 
Der Publikums-Preis
Äußerst bewundert habe ich das Paar, das letztendlich den Publikumspreis gewonnen hat. Zur Aufklärung: Das Publikum konnte ein von ihnen favorisiertes Paar wählen, welches aber nicht unbedingt den ganzen Tanzmarathon durchtanzen musste. Auch ich hätte die beiden gewählt. Mit ganzen 60 Jahren haben die beiden es geschafft, den Marathon ohne Pause zu bezwingen, nicht einmal bei kraftsparendem "Geschunkel" habe ich sie erwischt. Mit großem Respekt wünsche ich mir im Alter auch eine so gute Kondition, das gewonnene Wellness - Wochenende haben sich die beiden wohl verdient.
 
Der Tag danach
Schauderhaft. Die Beine und das Ruckrad schmerzt ein wenig. Gehen ist noch unangenehm und man kann der Hornhaut beim wachsen zusehen, weil sie denkt, sie würde von nun an immer so viel beansprucht werden. Ein ordentliches Training vor dem nächsten Tanzmarathon ist dringend angeraten. In einem Jahr ist es ja wieder so weit. Bis dahin habe ich den Muskelkater überwunden und hoffentlich längst vergessen, dass der Muskelkater am ersten Tag danach nur halb so schlimm ist, wie am zweiten. Fragt mich also morgen lieber nicht, ob ich Lust hätte noch einmal mitzumachen.
 
Hoffentlich habe ich euch damit auf den Geschmack gebracht, im nächsten Jahr auch teilzunehmen. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall. Ihr testet eure Tanz-Grenze aus, habt Spaß und regt die Menschen zu Spenden für die Aidshilfe an.