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Juristenball 2010 - Ein Bericht
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T E R M I N E

Salsa im Sommer


Photo © Club Havana

Ich bin begeisterte Salsatänzerin, so sollte ich vielleicht anfangen.

Salsa im Winter ist ja schon ganz nett. Man hat bei einem kühlen Cocktail und einem überhitzten Lokal schon fast das Gefühl sich im fernen Süden zu befinden. Mit ein wenig Phantasie kann man den feinen Sand unter den Füßen spüren! Tja, ausgeträumt!
Ist man auf dem nach Hause Weg, friert man sich bei eisigen Temperaturen den Allerwertesten ab und holt sich nach einer schweißtreibenden und an eine Aerobicstunde erinnernden durchtanzten Nacht eine Verkühlung, die sich gewaschen hat.

Sehnsüchtigst erwartet man also den Sommer!
Die Stimmung steigt, die Temperaturen auch! Es wagen sich mehr und mehr Leute auf die Tanzfläche, die des Tanzens nicht mächtig sind. Schließlich möchte jeder, der sich in ein Tanzlokal begibt zumindest so aussehen, als könnte er auch, was dort von ihm erwartet wird. So stürzt sie sich auch in die Menge und ärgert sich, dass eben genannte Personen ihr in ihrer Unkenntnis der auszuführenden Schritte auf den Zehen herumtrampeln. Der Ärger ist allerdings schnell verzogen, schließlich ist gute Stimmung ansteckend! Die Masse lebt und man fühlt sich in ihr als Ameise im tanzenden Universum!

Die Temperaturen steigen weiter!
Man fühlt sich wie frisch geduscht und doch schon wieder abgestanden. Sinnlos, sich zu Schminken, Temperaturen jenseits der 30 Grad ist wohl mit kaum ein Mascara gewachsen. Jene, die es doch wagen, werden mit dicken, zerflossenen Augenringen belohnt. Schönheit hat eben ihren Preis!

Mutig gesellt man sich zu einem Tanzkurs!
Es ist ja auch nicht zu erwarten, dass dieser den armen kleinen Ameisentänzer völlig überfordern wird. Die Ameise wird sich beim nächsten Mal wohl vorher informieren, um welchen Schwierigkeitsgrad es sich beim belegten Kurs handelt. Immerhin hat sie sich wacker geschlagen und freut sich über ihre neu erworbenen Tanzkenntnisse, die leider mit ihren restlichen Kenntnissen noch nicht kombinierbar, weil zu fortgeschritten sind.

Erschöpft gesellt sich die erschöpfte Ameise an eine heillos überfüllte Bar.
Sie muss nicht lange warten, da schmeißt sich auch schon eine männliche Ameise mit der Aufforderung für ein Tänzchen an sie heran. Das beginnt recht gut, Tanzen kann er auch noch. Man hat ja ein recht gutes Leben in einer Tanzbar, wenn es wirklich so viele freiwillige Tänzer in einem Tanzlokal gäbe. Dem ist leider nicht so. Frau muss sich durchschlagen, indem sie den restlichen Abend selbst an potentielle Tänzer herantritt (was nicht an ihrer Unkenntnis de Materie liegt, eher an der scheinbaren Schüchternheit der Männerwelt).

Der Abend war wundervoll!
Und irgendwann geht auch der bestens konditionierten Tänzerin die Energie aus. Völlig benebelt von der stickigen Luft im Lokal und erschöpft von einigen vielen Tänzchen verlässt sie zur frühen Morgenstunde den Ort des Geschehens. Ein angenehm erlöstes Gefühl macht sich breit, die Nachtluft ist immer noch angenehmer! Alles, woran sie dann noch denkt ist ihre Dusche und ein Bettchen!

Morgen ist auch noch ein Tag!