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Ball der Universität für Bodenkultur (Boku-Ball 2007)


Der Boku-Ball ist ein Ball von Studenten für Studenten. Das wiurde von den Veranstaltern oft genug betont und es stimmte. Das spiegelte sich auch im Publikum wieder: auf keinen anderen Ball in der Hofburg kann man so viel Jugend finden wie auf diesem. Das und vor allem auch die Möglichkeit, in Tracht zu erscheinen, verlieh dem Ball der Bodekultur einen sehr gemütlichen Eindruck. Doch zuerst zum Anfang.


Trachten-Pracht am Ball

Bereits im Vorfeld fiel das neue Design der Homepage des Balles auf. Dieses wurde dieses Jahr von Schülern der "SonnenSchule" in Amstetten gestaltet, denen je 1 € vom Eintrittspreis jeder Karte zugute kommt. Auf diese Weise konnten 3500 € gesammelt werden. Bereits vor der Eröfnung fällt einem die Farben- und Formenvielfalt der Trachten auf, zwischen denen Smoking und Ballkleid schlicht verloren gehen. Sogar Lederhosen haben wir entdeckt, die sonst auf anderen Hofburgbällen nicht zugelassen sind. Das Eröffnung-Komittee spiegelte genau diese Farbenvielfalt wieder und erinnerte an den Jägerball. Doch die Eröffnung selbst war eine Collage aus den verschiedensten Tänzen der burgenländischen Minderheiten, da dieses Bundesland dieses Hauptthema war.


Das bunte Eröffnungskomittee

Zu Beginn der Reden begrüßte der Vorsitzende der ÖH-Boku Ilja Messner die Gäste in den Sprachen eben dieser Minderheiten, wie auch selbstverständlich auf Deutsch. Ein beachtliches Kompliment an die Gäste, doch hätte das zumindest vorher mit Muttersprachlern durchgegangen werden sollen. Zumindest die ungarische Aussprache war grauenhaft. Danach wurden dem Ehrengast und neuem Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn ein Schild mit den Forderungen der ÖH überreicht (Abschaffung der Studiengebühren, keine Zugangsbeschränkungen sowie ausgeweitete Stipendien), die jedoch ohnehin schon zur Hälfte umgesetzt seien, wie er meinte. Näher ließ er sich nicht darauf ein, wurde er auf den vorigen Universitätsbällen in der Hofburg in dieser Saison doch zu ähnlichem befragt. Außerdem, so Hahn, solle ein Tanz mit dem Wissenschaftsminister nicht als soziale Arbeit und Ersatz für die Studiengebühren betrachtet werden, jedoch würde er sich über Tänze mit jungen Damen durchaus freuen.


Überreichung der ÖH-Forderungen

Nach der Eröffnung füllte sich die Tanzfläche recht schnell und wurde durch die bunten Dirndln ein Meer von schillernden Farben. Und zwischen den wirbelnden Tänzern war sogar noch Platz für weitere Tänzer.

 
Während oben der dieses Jahr sehr prominente und lustige Meinl-Kaffeestand die erschöpften Gäste versorgte, konnte man unten im Parterre Biowein aus dem Boku-eigenem Tüwi-Bioladen probieren. Untermalt wurde das Ganze von einer jungen ungarischen Band, die ganz untypische Ballmusik von sich gab, aber anscheinend ganz genau den Geschmack des Publikums traf. Wir probierten den Biowein, konnten uns aber nicht dafür begeistern. Ein trauriger Aspekt bei der Präsentation des Tüwi-Ladens ist die Frage, ob er überhaupt auf der Boku überleben kann, da die Räumlichkeiten in Zukunft fehlen werden und die Betreiber andere Lokalitäten in der Nähe der Boku suchen müssen.


Meinl-Kafeetasse

Die Mitternachtseinlage des Balles wurde vom burgenlandkroatischem Folkloreensemble KOLO SLAVUJ bestritten, die abwechselnd tänzerisch und sängerisch die Gäste zu unterhalten versuchten. Anfangs, recht interessant, doch schnell langweilig werdend, wurde das Publikum durch das Ensemble schnell einbezogen und durfte mittanzen.



Kurz gesagt: ein junger, sehr unterhaltender Ball und sicherlich ein Tipp für jeden Ballgeher. Wir waren überrascht. Positiv!
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