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13. Wiener Flüchtlingsball



Willi Resetarits

Am 16. Februar 2007 war es wieder soweit: Der 13. Wiener Flüchtlingsball fand traditioneller Weise am Tag nach dem Opernball im Rathaus statt. Dieses wurde von der Stadt Wien für dieses spezielle Ereignis gratis zur Verfügung gestellt. Auch sonst war alles unüblich und ließ nicht auf einen Ball sondern eher auf ein buntes multikulturelles Festival vermuten: Eröffnet wurde von der Africa Samba Group of Life, welche mit mitreißenden Rhythmen das Publikum zum Schwingen brachte.

Danach folgte die Eröffungsrede vom Ehrenvorsitzenden des Integrationshauses, Willi Resetarits sowie der Geschäftsführerin des Integrationshauses Andrea Eraslan-Weninger, die betonte, dass das  Integrationshaus mit dem Flüchtlingsball zur Solidarität mit AsylwerberInnen und Flüchtlingen aufrufe und an die Bundesregierung appelliere, aus den erschütternden Auswirkungen des Fremdenrechtspakets zu lernen und endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die Asylsuchenden wieder Schutz und ein faires Asylverfahren in Österreich ermöglichten.

Nach der Eröffnung folgten Wiener Walzer, die zum traditionellen Tanze einluden. Anschließend spielten mehrere Bands parallel im Festsaal und in den Nebensäälen wie dem Stadtsenatssaal und dem Grauen Salon bis um 03:30 Früh. Die bestgelaunten Gäste forderten zwar weiterhin Zugaben, doch irgendwann in den frühen Morgenstunden wurde dem Ball von den Veranstaltern ein abruptes Ende gesetzt. Es musizierten unter anderem die Gewinner des „BBC Award for World Music 2006“ – Shantel & Bukovina Club Orchester, die ein Feuerwerk an Breakbeats, Trompetenwirbel, Dubgrooves und Teufelsgeigen injizierten; die kubanische Sängerin Milagros Piñera mit Iván Ruiz Machado und Russkaja, bestehend aus sieben Musiker aus Russland und Österreich, die den Festsaal zum Kochen brachen und so manchem zu laut in den Ohren lagen.

Mit dabei waren auch Insingizi, das Vokalensemble aus Zimbabwe, die „postosmanische Swingband“ Fatima Spar & die Freedom Fries, Juanita und die Chili Cheeps, die eine Mischung aus Cajon, Zydeko, Tex Mex und Polka spielten. Haja Madagascar verband Afro und Diaspora-Afrika und rockig, bluesig, soulig im Wiener Dialekt sang Denk. An den Turntables legten Sugar B., DJ Pancho und DJ su/ofisticated auf.

Das Publikum war ebenso bunt gemischt wie die Musikrichtungen. Multikulturelles, banales, alternatives und traditionelles sah man auch in der Kleidung, die Frauen und Männern von Jeans, Saris bis Ballroben, reichte.

Auch kulinarisch wurde eine Vielfalt an Gerichten aus unterschiedlichen Ländern angeboten.


Zur großen Freude der Veranstalter/innen war der Ball bis zum letzten Platz ausverkauft. Alle Einnahmen, auch aus der Tombola werden zur Umsetzung der zahlreichen Flüchtlingsprojekten verwendet, was dem Ball einen noch größeren Sinn gab.
 
Fazit: Ein multikulturelles Festival für einen guten Zweck im wunderschönen Ambiente des Rathauses
 
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