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Latino Ball 2007 - ein Bericht
Ein Feuerwerk im Zeichen des FAIRTRADE und im Sinne der Völkerverständigung von Lateinamerika und Europa.
Letztes Jahr feierte der erste Latinoball einen so fulminanten Erfolg, dass man beschloss auch dieses Jahr wieder in die prunkvollen Säle und auf die große Terrasse des Kursaloons im Stadtpark einzuladen, wo sich dieses Mal nicht nur Ballfreunde sondern viele Latino-Süchtige versammelten. Am 19. Mai war es soweit. Das Warten hatte ein Ende.
Die feierliche Eröffnung fand Clubbing-like erst um 22:00 Uhr im Havanna Club Saal, dem großen Festsaal des Kursalons statt und wurde als erstes durch eine Walzerformation bestehend aus 3 Walzerpaaren und danach durch eine grandiose Formationsshow beschritten. Mich beeindruckten nicht nur die musikalische Vereinigung von Mozart und Latinorythmen sondern auch die ungewöhnlichen Kostüme, die in den Mozartperücken ihren barocken Höhepunkt fanden. Ich hatte das Glück mir früh genug einen Platz zu sichern, aber die meisten konnten keinen einzigen Blick erhaschen, da der ansonsten große Saal des Kursaloons brechend voll war und nur wenige Blicke zuließ. Die Leinwand, auf der diejenigen, wie weiter hinten standen, das Geschehen verfolgen konnten, war eine gute Idee, doch wäre eine bessere Videokamera Gold wert gewesen.
Kaum war der Ball eröffnet, verteilte sich das zahlreich erschienene Publikum auf die verschiedenen Säle, wo es viel zu sehen und zu hören gab: Durch den Abend führten unter anderem Live Bands wie Luis Díaz y los 5 del Son mit Mayelin Pérez aus Kuba, Carmen Cubana sowie Sonora Oriental, und ET & Só de Sacanagem, die das nimmermüde Tanzpublikum zu den außergewöhnlichsten Salsa-Figuren animierten. Zwischendurch gab es zahlreiche Showeinlagen und Formationen, die die Ballgeher auch visuell voll auf ihre Kosten kommen ließen.
Besonders faszinierte mich die Tango Show, die kurz vor Mitternacht von Nina und Fernando, die mir mit ihren Künsten wahrhaftig eine Gänsehaut verschafften.
Die Mitternachtsquadrill in Form eines Merengue-Tanzkurses, angeleitet von Jorche Alois aus dem Floridita, der berühmten Cocktail- und Tanzbar im ersten Bezirk, wo an jedem Tag der Woche Tanzkurse stattfinden, machte den Gästen sehr viel Spaß und zeigte deutlich, worum es beim südländischen Tanz geht: Freude, Erotik und Leidenschaft.
Ein weiters Highlight stellte die relativ große Tanzfläche draußen auf der Terrasse dar. Im freien tanzen – ich sage nur „himmlisch“. Wer nicht tanzen oder den Könnern zusehen wollte, konnte sich an ausgewählten Cocktails und Zigarren erfreuen und an einem der zahlreichen Tische Platznehmen. Die Tische mussten nicht im Vorhinein reserviert werden, was ich sehr angenehm empfand.
Übrigens: alle Einnahmen - auch aus den Losen der Tombola - kamen der Organisation Fair Trade zu Gute! Es gab viele Lose, aber nur wenige große Gewinne. Mein Los brachte mir eine Schönheitsmaske im Beauty Salon…na ja, es gab hoffentlich Besseres!
Fazit: Wer lateinamerikanischen Flair in Wiener Prunkräumen liebt, der liebt diesen Ball!
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