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Blumenball 2008
Die verschiedenen EM-Länder vor einem Tor
österreichische Trikots
Fußball überall
Die Eröffnung wurde von der Tanzschule Rueff durchgeführt, und strotzte auch typisch für diese Tanzschule nur so vor ungewöhnlichen und kreativen Ideen. So bekam Bürgermeister Michael Häupl ein "Fanpaket" überreicht, bestehend aus einem Schal in den Farben der Nationalmannschaft sowie eine Schiedsrichterpfeife, mit der er sogleich die Eröffnung anpfiff. Auf dieses Signal hin stürzte sich das Eröffnungskomitee auf die jeweils andere Seite des Ballsaales, um sich erneut aufzustellen. Während der Eröffnung vergaben die Jungdamen und -herren einander sogar gelbe und rote Karten.
Da die Eröffnungsworte des Blumenballes traditionell sehr kurz gehalten sind, konnte der Eröffnungswalzer sehr flott anschließend folgend. Auch hier typisch für Rueff mit vielen Verzierungen und kein klassischer reiner Linkswalzer. Doch das passt sehr gut zum Stil der gesamten Eröffnung. Rueff Eröffnungen sind wie eine Schachtel Süßigkeiten mit großer Schleife (=der Walzer). Man kann sie mögen oder auch nicht, aber sie geben jedem Ball eine ganz eigene Stimmung. Für den Blumenball passt es wunderbar.
Eröffnungswalzer mit zwei Kreisen
Compliment einmal anders
Ein weiteres Highlight des Balles ist ja jedes Jahr besonders auch die Volkshalle, welche immer wieder aufwändig geschmückt wird. Einmal präsentierten sich so die einzelnen Bundesländer mit ganzen Bergen sowie dazugehörigen Berghütten, ein anderes Jahr wiederum fand man zahlreiche Erinnerungen an Mozart als Dekor im Saal. Selbst dem blindesten Ballbesucher entging spätestens hier das Motto des Balles nicht mehr. Fußbälle, Fußballfelder, silhouettenhafte Spieler, die Fahnen aller Teilnehmernationen und sogar der EM-Pokal zierten hier jeden freien Platz.
Doch auch die Kulinarik kam nicht zu kurz. Ständig huschten hier emsige Kellner herum und brachten den hier sitzenden Gästen kulinarische Köstlichkeiten. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es natürlich auch ein Paar Würstel mit Senf oder eine kleine Gulaschsuppe. Etwas gestört haben die Optik jedoch die Heurigenbänke bei einem der Aufgänge, die sehr lieblos abgestellt wirkten. Hier hätte man vielleicht Überzüge über Tische und Bänke geben können.
Ein weiteres Highlight des Balles waren selbstverständlich auch die Damenspende, welche ein kleiner blumiger Frühlingsgruß war, sowie die Tombola, bei der die Gäste die Möglichkeit hatten, tolle Pflanzen für ein kleines Entgelt mit nach Hause zu nehmen. Ein Usus, den viele Ballgäste sehr gerne annehmen, wie sich an den schnell schwindenden Tombolalosen zeigte. Der überall präsente Blumenschmuck durfte im Unterschied zu vielen anderen Bällen nicht mitgenommen werden. Er wurde noch nach dem Ball für andere Zwecke genutzt.
Tanzen konnte man am Ball vor allem zu später Stunde sehr gut, davor war das Parkett dicht gedrängt von zahllosen Tänzern. Das Publikum war erfreulicherweise bunt gemischt und so fanden sich zahlreiche altgediente Ballliebhaber zwischen vielen jungen Ballneulingen, die nicht nur im Eröffnungskomitee vertreten waren. Der Blumenball ist ein attraktiver Ball für jung und alt und ein ausgezeichneter Start in die Wiener Ballszene. Für Neulinge wie für jahrelange treue Besucher.
viel los am Tanzparkett
Tanznachhilfe
Mehr Fotos vom Blumenball und vielen anderen Bällen gibt es in unserer Fotogalerie.