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Ball der Pharmacie 2008


 

Der Pharmacieball ist wohl einer der traditionellsten Bälle der Ballsaison. Man hat einen gut abgerundeten Ballabend geschaffen, an dem nur mehr an den Ecken gefeilt wird. Klingt langweilig? Im Gegenteil! Der Ball der Pharmacie ist bei vielen Tänzern äußerst beliebt, da einerseits alle Balltugenden gepflegt werden und andererseits der Ball stets mit Top-Orchestern und genügend Platz zum Tanzen auftrumpft.


Dkfm. Wolfgang Ortner

Bevor ich zur Eröffnung komme, einige Worte zu der Damenspende. Leider konnte ich keinen Blick erhaschen, was die Damen dieses Jahr bekamen, dafür hat mich etwas anderes, vielmehr begeistert. So bot der Sponsor der Damenspenden neben eben diesen auch Gratisproben seiner Produkte an, darunter Augentropfen und Nikotinersatzkaugummis, um den Rauchern das Aufhören zu erleichtern. Gerade in diesen Zeiten, in denen das Rauchen besonders als Problem erkannt wird, ist es löblich, dies auf einem Ball zu unterstützen. Natürlich auf einem Ball, auf dem fast überall Rauchverbot herrscht, besonders sinnvoll. Großes Lob an diese wirklich tolle Idee!


Damenspende-Ausgabe

Zurück in den Festsaal. Die Eröffnung stand unter der Leitung der Tanzschule Elmayer und so gab es auch einen traditionell-klassischen Einzug, bei denen auch wieder einige bekannte Ewig-Balleröffner sofort auffielen.


Einzug klassisch

Spalieraufstellung

Unter den Ehrengästen, von denen zahlreiche Größen der Pharmacie vertreten waren, tauchten natürlich auch der Vizerektor der Universität Wien, Univ.-Prof. Mag. Dr. Jurenitsch sowie der Wissenschaftsminister Mag. Johannes Hahn auf.


Vizerektor Mag. Dr. Jurenitsch (Mitte)

Mag. Burggasser (links)
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (zw. v. rechts)
Kammeramtsdirektor Dr. Schipper (rechts)

Es folgte ein wunderschönes und ausdruckstarkes Ballet unter der Leitung von Lidia und Fred Mastaire, von denen ich einige Momente bildhaft unterstreichen möchte. Leider dauerte die Vorführung, die an sich nicht gerade kurz war, für einige Damen des Eröffnungkomitees etwas zu lang. Zwei Damen kippten schlicht um. Vielleicht hätte man die Choreographie auf die Hälfte kürzen können.







Mastaire, während der Vorführung eher angespannt, zeigte sich nach dem Ballett sichtlich entspannter.

  
Fred Mastaire

Nach dem Ballett konnte das Jungdamen -und Jungherrenkomitee seinen Eröffnungstanz fortsetzen und überzeugte durch eine gelungene Darbietung und eine nette klassische Eröffnung.


Einzug

Körbchen

Etwas Kokettieren

Compliment

Nach einigen Reden, unter anderem von Wissenschaftsminister Hahn, folgte der Eröffnungswalzer.


Tanzen im 3/4-Takt

Müdes Compliment

Nach dem Eröffnunsgwalzer stürmten die Gäste das Parkett. Die Stimmung war gut, es wurde viel getanzt. Doch die sehr dicht gedrängte Ballsaison - oder liegt es an der Wirtschaftslage - schien ihre Spuren hinterlassen zu haben: Der Ball wirkte schon einmal voller. Doch dies bedeutete natürlich eine höhere Qualität für die einzelnen Tanzpaare, da so mehr Platz auf der Tanzfläche vorhanden war.


Gut gelaunte Tänzer


Neben dem großen Ballorchester von Dkfm. Wolgang Ortner unterhielt die Big Band der Gardemusik Wien die Gäste mit modernen Tönen. Jive, Samba und Foxtrott, alles war vertreten. Doch auch in den anderen Sälen wurde für entspannte Ballatmosphäre gesorgt. Während im Zeremoniensaal J.A.Q.plus CAROLE für einen swingende Tanzmusik sorgten, beschwor Charly Hloch im Rittersaal gekonnt die alten Tage der Pianomen herauf.


Notensuchen bei der Gardemusik

Swing mit J.A.Q.plus

kaum sichtbar hinter den vielen Tänzern: Charly Hloch

Bis zur Mitternachsteinlage wurde viel getanzt und bei den gelegentlichen Polkas auch schon mal gejauchzt. Andernorts wurde in aller Ruhe und vor den Augen der meisten Ballbesucher verborgen auch schon einmal vorsichtig Walzer geübt.


Tritsch-Tratsch-Polka

viel Platz am Parkett

Üben im Stillen

Die Mitternachtseinlage, die am Pharmacieball gewohnt musikalischer Natur ist, konnte diesmal aufhören lassen. Da waren moderne Klänge a la Vanessa May durchsetzt mit viel Pop zu hören, präsentiert von einem dynamisch-koketten Damen-Streich-Trio, welches das Publikum durchaus in seinem Ball ziehen konnte. Hier konnten die Veranstalter dieses Jahr wirklich punkten und zeigten es Bällen wie der Hofburggala, wie eine musikalische Mitternachtseinlage funktionieren kann. Die Leute brauchen etwas, dass Sie um diese Uhrzeit wieder etwas animiert. Dies hat der Pharmacieball grandios geschafft.






Um 1 Uhr ging es schließlich weiter mit einer Quadrille angesagt von Dkfm. Thomas Schäfer-Elmayer, der in gewohnt effektiver Weise die Massen zum Tanzen brachte. Und überraschender Weise fand sich wieder einmal kaum genug Platz für all die begeisterten Quadrilltänzer, obwohl das Tanzparkett zuerst etwas leer wirkte.


Dkfm. Thomas Schäfer-Elmayer

Eine Kolonne der Fledermaus-Quadrille

Fazit:
Ein äußerst gelungener Ball, der seine eigenen Stärken kennt und weiß, was das Publikum wünscht. Ein gewohnt entspannter Ballabend in gemütlicher Atmosphäre mit großartiger Eröffnung und überraschender Mitternachtseinlage.

Mehr Fotos vom Ball gibt es in unserer Fotogalerie.

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