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Blumenball 2009 - Ein Bericht



Am 16. Jänner ging der 87. Blumenball über die Bühne, der wie immer nicht mit selbigem Schmucke geizte. Die "Nacht der 100.000 Blüten" wurde als Motto genommen; anders als zuvor im Fußball- oder Mozartjahr ging es nicht um eine Person oder ein Event sondern tatsächlich um die eigentlichen Stars des Abends selbst: die Blumen. Wie jedes Jahr wieder fanden sich traumhaft schöne Zusammenstellungen, diesmal in Gelb, Weiß und Gold gehalten. Den Gästen gefiel es offenkundig, den in den Gängen der beiden Stiegenhäuser sah man nur allzu oft Damen vor den aufwendig gestalteten Blumen stehen. Bei der Gestaltung der Arrangements wurde vor allem darauf Wert gelegt, dass es sich um Fair Trade/Fair Plant-Produkte handelte, also Pflanzen, die mit dem Blick auf die Nachhaltigkeit gezüchtet wurden.


Schwungvolle Eröffnung durch die Tanzschule Rueff

Abgesehen davon erlebte der Ball sein 20. Jubiläum in den Festsälen des Rathauses. Bürgermeister Michael Häupel, der wieder einmal den Ball eröffnen durfte, verkündete, dass er sein 25. Blumenball-Jubiläum feiere. Die Eröffnung, durchaus nett und typisch kreativ von der Tanzschule Rueff gestaltet und geleitet, war wie stets ein voller Erfolg. Doch spätestens nach der Eröffnung merkte man, dass offesichtlich die Wirtschaftskrise doch einen Einfluss auf den Ball hatte. Von der Ausgelassenheit früherer Blumenbälle konnte man bis zur Mitternachtseinlage, der traditionellen Quadrille, nichts spüren. Da jedoch ließen sich ab und an doch wieder Lacher hören und Applaus und Juhu-Rufe. Vielleicht brauchte die Ballsaison aber auch nur etwas Schwung, um in Gang zu kommen.


Wunderschöne Gestaltung - ein Muss am Ball der Blumen!

Ob weniger Gäste dieses Jahr am Ball waren lässt sich als Besucher nicht genau sagen. Vielleicht. Aber das mag auch daran gelegen haben, dass die neue Disco mit Cocktailbar auf der hinteren Seite, dem Friedich-Schmidt-Platz zugewandten Teil, stets dicht gefüllt war. Offenbar eine gute Entscheidung der Organisatoren; die Gäste dankten es. Auch in der Volkshalle waren wieder zahlreiche Gäste zu finden, die die kulinarischen Kostbarkeiten genossen. Auch wir wären fast dem Duft eines wunderbar duftenden Wiener Schnitzels gefolgt, welches auf dem Tablett eines Kellners an uns vorbeischwebte. Im Saal hätte man jedoch etwas mehr dekorieren können. Bunte Bahnen aus Stoff, die das Gewölbe durchzogen, schufen zwar eine nette Atmosphäre, aber konnten nicht an die Dekoration der Vorjahre heranreichen.


Volles Tanzparkett bis spät nach Mitternacht

Der Festsaal blieb, bis wir den Ball gegen zwei Uhr verließen, gut gefüllt. Zumindest die Tanzlaune der Wiener kann die Wirtschaftskrise wohl doch nicht trüben.
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