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Bonbonball 2009 - Ein Bericht
Der Bonbonball (20. Februar) ist kein typischer Wiener Ball. Er ist kleiner (mit nur vier Sälen zum Tanzen) und zieht ein um einiges jüngeres Publikum an als die Hofburg. Als Konsequenz daraus ist es empfehlenswert mit einem Partner auf den Bal zu gehen. Er ist ein sehr beliebter Ball und sehr dicht gedrängt in der ersten Hälfte des Abends. Die Studentenkarten sind bereits über eine Woche vor dem Ball ausverkauft. Es kann großartig sein, hier den Abend zu verbringen, besonders bei der ganzen Schokolade.
Wenn man keine Tischkarten hat, ist es schwierig in den Saal zu kommen um die Eröffnung zu sehen. Vielleicht sollte man es auf dem Balkon versuchen, später am Abend ist dies aus jeden Fall möglich. Am besten kommt man bereits zeitig, da am Anfang oft Süßigkeiten verschenkt werden. Die verschiedenen Fabrikanten haben Vertreter, die Proben an die Gäste verteilen. Leider konnte ich keine der wunderbaren, absolut ausgezeichneten Pischinger-Produkte entdecken, von denen ich seit meinem letzten Besuch vor zwei Jahren träume.
Die Linien der Eröffnung waren sehr klar und wurden gut eingehalten, aber es war interessant, dass nur eine Hälfte tanzte, während die andere den Rand des Saales säumte. Dies erinnerte stark an den Philharmoniker Ball. Unter den Ehrengästen befanden sich natürlich die Vertreter der Chocolatiers selbst. Diese waren natürlich leicht erkennbar, teils am Verhalten und teils an der Kostümierung. Außerdem verteilten auch sie selbst Süßigkeiten an die Zuseher.
Es gibt zwei Räume, in denen man Würstchen und anderes kleine Speisen finden kann. Dort kann man das Besteck gleich verwenden um den Rauch zu schneiden. Die Tanzfläche ist so aufgeteilt, dass es eine Haupttanzfläche gibt, die groß genug ist. Man sollte aber an den Ecken auf seine Füsse aufpassen, da der Loge-Tanzfläche-Niveau-Unterschied etwas anders als in der Hofburg ist. Auf beiden Seiten des Hauptsaales befinden sich je ein weiterer Saal mit Tanzfläche. Der Weg von einem Saal zum anderen ist bis weit nach Mitternacht noch dicht gedrängt. Der rechte Saal (von der Bühne aus) mit kleinem Tanzparkett ist für schwungvollere Tanzmusik (Quickstep/Boogie-Richtung), während der andere Saal größer und mit einer Bar bestückt ist. Letzterer ist normalerweise dichter gedrängt und eher für Latino-Rhythmen gedacht. Unten, im Keller an einem Buffet vorbei, befindet sich die Disco.
Normalerweise gibt es auch die Wahl der Miss Bonbon, die dann in Schokolade aufgewogen wird. Allein dies sollte schon als Ansporn für viele junge Mädchen genügen, sich zu bewerben. Aber dieses Jahr gab es auch die Wahl zum Mister Bonbon. Die Idee schien beim Publikum gut anzukommen. Mir gefiel besonders der Teil, wo Kandidaten in 15 Sekuden ohne Worte demonstrieren mussten, wie sie sich einer Dame vorstellen würden. Besonders witzig war, dass nach den ersten Kandidaten das Publikum einwarf, dass 15 Sekunden in Wien nornalerweise kürzer als eine halbe Minute wären.
Zusammenfassend läßt sich über den Bonbon Ball sagen, dass er sehr Spaß macht, besonders für die Jüngeren und auch um einiges weniger steif als Hofburgbälle ist. Er ist in der ersten Hälfte des Abends sehr dicht gedrängt. Die Tanzmusik ist ausgewogen und vielfältig. Man sollte den Ball schon früh planen.
Csaba Gabor
aus dem Englischen übersetzt von Stefan Bugovsky
Wenn man keine Tischkarten hat, ist es schwierig in den Saal zu kommen um die Eröffnung zu sehen. Vielleicht sollte man es auf dem Balkon versuchen, später am Abend ist dies aus jeden Fall möglich. Am besten kommt man bereits zeitig, da am Anfang oft Süßigkeiten verschenkt werden. Die verschiedenen Fabrikanten haben Vertreter, die Proben an die Gäste verteilen. Leider konnte ich keine der wunderbaren, absolut ausgezeichneten Pischinger-Produkte entdecken, von denen ich seit meinem letzten Besuch vor zwei Jahren träume.
Die Linien der Eröffnung waren sehr klar und wurden gut eingehalten, aber es war interessant, dass nur eine Hälfte tanzte, während die andere den Rand des Saales säumte. Dies erinnerte stark an den Philharmoniker Ball. Unter den Ehrengästen befanden sich natürlich die Vertreter der Chocolatiers selbst. Diese waren natürlich leicht erkennbar, teils am Verhalten und teils an der Kostümierung. Außerdem verteilten auch sie selbst Süßigkeiten an die Zuseher.
Es gibt zwei Räume, in denen man Würstchen und anderes kleine Speisen finden kann. Dort kann man das Besteck gleich verwenden um den Rauch zu schneiden. Die Tanzfläche ist so aufgeteilt, dass es eine Haupttanzfläche gibt, die groß genug ist. Man sollte aber an den Ecken auf seine Füsse aufpassen, da der Loge-Tanzfläche-Niveau-Unterschied etwas anders als in der Hofburg ist. Auf beiden Seiten des Hauptsaales befinden sich je ein weiterer Saal mit Tanzfläche. Der Weg von einem Saal zum anderen ist bis weit nach Mitternacht noch dicht gedrängt. Der rechte Saal (von der Bühne aus) mit kleinem Tanzparkett ist für schwungvollere Tanzmusik (Quickstep/Boogie-Richtung), während der andere Saal größer und mit einer Bar bestückt ist. Letzterer ist normalerweise dichter gedrängt und eher für Latino-Rhythmen gedacht. Unten, im Keller an einem Buffet vorbei, befindet sich die Disco.
Normalerweise gibt es auch die Wahl der Miss Bonbon, die dann in Schokolade aufgewogen wird. Allein dies sollte schon als Ansporn für viele junge Mädchen genügen, sich zu bewerben. Aber dieses Jahr gab es auch die Wahl zum Mister Bonbon. Die Idee schien beim Publikum gut anzukommen. Mir gefiel besonders der Teil, wo Kandidaten in 15 Sekuden ohne Worte demonstrieren mussten, wie sie sich einer Dame vorstellen würden. Besonders witzig war, dass nach den ersten Kandidaten das Publikum einwarf, dass 15 Sekunden in Wien nornalerweise kürzer als eine halbe Minute wären.
Zusammenfassend läßt sich über den Bonbon Ball sagen, dass er sehr Spaß macht, besonders für die Jüngeren und auch um einiges weniger steif als Hofburgbälle ist. Er ist in der ersten Hälfte des Abends sehr dicht gedrängt. Die Tanzmusik ist ausgewogen und vielfältig. Man sollte den Ball schon früh planen.
Csaba Gabor
aus dem Englischen übersetzt von Stefan Bugovsky
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