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Ball der Technik 2009 - Ein Bericht
Der TU Ball beginnt, wenn man früh genug vor Ort ist, auf sehr zivilisierte Weise. Dieses Jahr wurde direkt vor dem Festsaal den ankommenden Gästen Sekt ausgeschenkt. Die Eröffnung des Balles fand um 21:30 statt und die Probleme des Vorjahres wurden behoben. Beim Ball der Technik 2008 standen die Zuschauer bei den Seiteneingängen recht weit bis in den Saal hinein, was zu Problemen bei der Eröffnung führte. Dieses Jahr passierte dies nicht. Ob durch Planung, Glück oder durch die globale Wirtschaftskrise, das Ergebnis war eine professionelle und pünktliche Eröffnung.
Der andere Punkt, der seit letztem Jahr verbessert schien, war die Eröffnung selbst. Die Choreografie erschien viel runder, da die Paare gernell da waren, wo sie zu jedem Zeitpunkt sein sollten und auch im richtigen Takt zur Musik tanzten. Korrekte Ausrichtung der Reihen, Kreise, usw. ist sehr wichtig, da die Augen sich auf die Dinge fixieren, die herausstehen und anders sind. Ich bin nicht sicher ob die letztjährige Eröffnung schwieriger war oder nicht, jedoch das diesjährige Ergebnis war um einiges angenehmer zu betrachten, da eben auf diese Details Wert gelegt wurde. Und wieder einmal war die Darbietung des TU Orchesters eine Freude für die Ohren.
Orchester der TU
Einer der Aspekte des Balles, den ich am meisten schätzte ist das Österreichische Quintett, das es im Radetzky 2 Saal gab. Die Musik war nicht nur akustisch reich und doch anspruchslos, sondern auch der Akkordeon-Spieler zog das Publikum regelrecht in seien Bann. Tatsächlich ist diese Gruppe so beliebt, dass es vielleicht Zeit wäre, sie in einen größeren Saal zu verlegen, da dieser stets dicht gedrängt war, wann immer ich auch vorbeischaute.
Österreichische Folklore
Wie im vorigen Jahr und wie es auch auf einigen Hofburgbällen Tradition ist, gab es wieder zwei Haar-Stylisten im Orchestergang (zwischen Festsaal und Wintergarten). Nachdem der Ball der Technik einer der kleineren Großen Hofburgbälle ist, war der Metternichsaal geschlossen und es gab auch mehr Platz im Zeremoniensaal, da hier nicht so viele Tische standen. Jedoch obwohl der Ball selbst eher kleiner ausgelegt war und an einem Donnerstag stattfindet, war er immer noch bis zum Schluss gut besucht, als ein sehr angenehmes "Brüderlein fein" gespielt wurde. Ich würde mich freuen, wenn dieser Ball noch größer angelegt werden würde ohne jedoch seine freundliche Atmosphäre zu verlieren.
Dichtes Gedränge bei der Quadrille
Die meisten Bälle haben etwas Besonderes, was sie von den anderen Bällen abhebt. Manchmal ist dieser Unterschied mit Dingen verknüpft, wie zum Beispiel die Ballone am Zuckerbäckerball oder das Eis am Ärzteball, während bei andere Bälle dieser Unterschied viel integraler ist, wie bei den Trachten und Dirndln am Boku Ball oder dem Jägerball. Ich denke, dass der TU Ball auch etwas Besonderes finden könnte. Es wäre vielleicht interessant, wenn es am Ball etwas Technisches zu sehen oder erleben gäbe, etwas, dass die Besucher an eine technische Neuerung heranführt. Das wäre vielleicht auch eine Anknüpfung zur Uni.
Fröhliches Tanzen,
Csaba Gabor
Aus dem Englischen übersetzt von Stefan Bugovsky