Menu:

T E R M I N E

Willkommen bei WienTanz.com

Concordiaball 2009 - Ein Bericht


Der diesjährige Concordiaball stand ganz unter dem Motto des 150. Jubiläums des Presseclubs selbst. Tänzerisch wurde dies sehr nett durch die Vienna Dance Company umgesetzt, einer Formationsgruppe der Tanzschule Chris. Überhaupt war der Ball eine positive Mischung aus Neuem und Altbewährtem.

Schon beim Betreten des Rathauses zeigte sich - dank sehr atmosphärisch rot angestrahltem Innenhof - dass der Ball eines werden würde: feurig. Als wir eine halbe Stunde nach Einlass zur Garderobe kamen, konnten wir unseren Augen kaum trauen: die Garderobehäken waren fast vollständig leer. Waren nur so wenig Gäste am Ball oder benötigten viele Gäste keine Garderobe aufgrund der sommerlichen Temperaturen? Nun, vermutlich beides, wie sich zeigen sollte. Im Festsaal war schnell ein nettes Platzerl gefunden, bei dem wir die Eröffnung schön im Blick hatten. Zur Eröffnung gab es wohl gemischte Meinungen, wie wir später von verschiedenen Gästen hörten. Dies war nun das erste Jahr der Ära Chris Lachmuth, nachdem Klaus Mühlsiegl ja bereits letztes Jahr in Pension ging. Sein Beitrag zu den früheren Ballfesten wurde auch kurz von Moderatorin Barbara Rett kommentiert. Eine nette Geste, um einen großen Mann zu würdigen. Mühlsiegl Choreografien hatten stets einen besonderen Charme und zeichneten sich durch viel Witz, Eleganz und Feingefühl für das Detail aus. So hatte es der Besitzer der Tanzschule Chris gewiss schwer, eine geeignete Eröffnungschoreografie zu finden.

Einer der wenigen Hopperlas passierte jedoch genau am Anfang, beim Einzug. Das Komitee zog ein, jedoch viel zu schnell, weswegen die Paare teilweise auf die Tanzfläche stürmten und sich erst nach einigen Sekunden am Parkett zu einer schönen Reihe anordnen konnten, die dann jedoch der vorherigen kaum nachkam. Die Eröffnung selbst war sehr gelungen, jedoch wollte sich Herr Lachmuth vermutlich auf der sicheren Seite bewegen, da die Choreografie ausschließlich aus klassischen Elementen bestand. Doch das Tempo und die (nahezu) perfekte Ausführung durch die Paare machten all dies wett. Die Leistung wurde durch Applaus belohnt.

Ein weiterer Höhepunkt war die "kleine Zeitreise durch 150 Jahre Gesellschafts-Tanz" durch die eingangs erwähnte Vienna Dance Company, die ebenfalls unter der Patronage der Tanszchule Chris steht. Von Menuett, Gavotte bis zu Salsa wurde alles vorgetanzt, teils recht nett in stimmigen Kostümen. Schade war nur, dass es zum Teil nur drei Paare waren, die über den gesamten Festsaal des Rathauses verteilt waren. Doch ich denke, dass jeder Besucher einige Blicke erhaschen konnte.

Nach etwas zu langen Ansprache zur Geschichte und Bedeutung des Presseclubs Concordia und seines Balles folgten schließlich der Eröffnungswalzer und die offizielle Eröffnung des Balles.

Während im Festsaal das Wiener Opernballorchester unter der Leitung von Prof. Uwe Theimer sowie das Orchester Axel Roth die Gäste unterhielten, wurde auch im Arkadenhof zu feurigen Rhythem getanzt. Besonders zu erwähnen ist wie immer am Concordiaball die Kulinarik, das Ambiente sowie die Musik, die im Arkadenhof geboten wird. Hier lockten zahlreiche Liegestühle zum Ausruhen. Durstige wurden beim nahen Heurigen versorgt. Insgesamt ein richtiges "Feel good"-Paket.

Die Mitternachtseinlage bestand traditionellerweise aus der Fledermausquadrille, die durch Chris Lachmuth angesagt wurde. Alle sechs Touren wurden erklärt, jedoch für alte Ballhasen etwas zu langatmig (eine Stunde!). Die Quadrille um 1:30 mit Touren 1, 2 und 6 fiel da um einiges kürzer aus, ließ aber keine Wünsche offen. Sehr solide und gekonnte Ansage.
Während zur Quadrille getanzt wurde, begann im Wappensaal De La  Rosa karibisches Flair zu versprühen. Latino-Musik gemischt mit Cocktails und angeheizt durch Vortänzer sorgten für Lebensfreude und eine authetische Latino-Atmosphäre.

Die Damenspende bestand übrigens aus einem passenden Präsent: einer Füllfeder, die wir jedoch nur aus der Ferne sahen. Die Ausgabe, die nur bis 24 Uhr auf Damen wartete, verpaßten wir leider im Trubel. Zumindest diese Zeit hätten wir auf 2 Uhr verlängert!

Alles im allen war der Concordiaball 2009 ein wie erwartet großer Sommerhit für Ballgeher. Der Generationswechsel hat offensichtlich gut funktioniert, nächstes Jahr wird er sicher noch besser funktionieren. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!
Print