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Ball der Wiener Kaffeesieder 2010 - Ein Bericht
Das - von den Besuchern her - größte Ballfest Wiens, der Ball der Wiener Kaffeesieder, übertraf sich dieses Jahr selbst und konnte erstmals mit Platz für über 6000 Besucher aufwarten. Möglich machte das - wie auf der Pressekonferenz am 11.11. des letzten Jahres angekündigt - die Zusammenarbeit mit der Spanischen Hofreitschule, welche unter der Leitung von Elisabeth Gürtler die Winterreitschule als zusätzlichen Ballsaal nutzbar machte.
Die Eröffnung des Kaffeesiederballes erfüllte die hohen Erwartungen der Stammgäste aufs Neue (wenn auch mit einer Viertelstunde Verspätung): nach dem Einzug des Jungdamen- und Herrenkomitees und der wie jedes Jahr fast nicht enden wollenden Prozession der Ehrengäste erklangen die Nationalhymnen Österreichs und des Gastlandes Mexikos sowie die Europahymne. Nachdem die letzten Töne verklungen waren folgte das erotisch-sinnliche Ballett "Danzón No.2" von Arturo Màrquez, eines der populärsten zeitgenössischen klassischen Musikstücke Mexikos, getanzt von der Vereinigung Wiener Staatsopernballett.
Musikalisch setzte Melba Ramos die Eröffnung fort und machte Mexiko stimmgewaltig mit "Ich bin verliebt" aus "Schön ist die Welt" (Lehár) eine Liebeserklärung.
Die diesjährige Eröffnung unter der Leitung der Tanzschule Elmayer war die beste Choreografie, die die Tanzschule dieses Jahr hervorgebracht war. Verspielter als üblich und mit vollendeter Grazie wurden zahlreiche Walzerfiguren in die Choreografie eingebunden, die dem Ganzen einen grazilen Schwung verliehen, der auch anderen Eröffnungen gut getan hätte. Besonders interessant auch die Einbindung der Walzer-Formationsgruppe der Tanzschule selbst, die für den Eröffnungswalzer eigens zum Eröffnungskomitee dazustieß und vollendete Walzerseligkeit bot.
Traditionell begrüßte Kommerzialrat Maximilian Platzer als Ballobmann seine Ehrengäste, hielt sich streng ans Protokoll und zog sich damit auch den Unmut des Publikums zu. Auch der Nationalratspräsident war selbstverständlich eingeladen, es kam jedoch der Dritte, Mrtin Graf, dessen Anwesenheit auch von Herrn Platzer gewürdigt wurde: Buhrufe und Pfiffe waren die Folge. Man merkte, dass es dem Besitzer des Café Weimars etwas zu ungut wurde; er beschleunigte kurzerhand seine Rede und ging zu den anderen Ehrengästen über, unter anderem Dagmar Koller. Besonders dankte er Elisabeth Gürtler für die Bereitschaft die Winterreitschule zur Verfügung zu stellen. Als Repräsentant des Themenlandes unterstrich S.E. Alejandro Díaz, der Botschafter Mexikos, die Freundschaft und langjährige gemeinschame Geschichte beider Länder und wies auf die Nichtanerkennung der Besetzung 1938 hin, was demonstrativen Beifall gab.
Gedauert hat die Eröffnung schließlich immerhin stolze eineinhalb Stunden (die Verspätung nicht dazugenommen).
Im Festsaal spielten in gewohnter Qualität das Wiener Opernballorchester unter Prof. Uwe Theimer und das Orchester Axel Rot. Das Parkett war dicht gedrängt und trotz so vieler offener Säle ganz offensichtlich das Lieblingstanzparkett der Gäste an diesem Abend. Obwohl es offensichtlich Lieblingsorte gab, an dem es eng wurde, hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es auf dem Ball zu eng war (mit der Ausnahme des Dachfoyers, zu dem der Zutritt wieder regelmentiert werden musste). Das Einbahnsystem zwischen Redoutentrakt und Festsaal funktionierte perfekt, auch wenn nicht alle Gäste dafür Verständnis hatten. Doch es löste ein Problem, mit dem der Ball lange Jahre zu kämpfen hatte.
Der Zugang zur Winterreitschule war überraschend einfach und schnell zu finden. Man gelang vom Redoutentrakt aus direkt zur Galerie des Saales, was einen atemberaubenden ersten Anblick bot. Die Veranstalter haben hier wirklich große Arbeit geleistet und verwandelten den Raum in einen wunderbaren Ballsaal. Über eine Wendeltreppe gelangte man zu den Zuschauerrängen und schließlich ganz hinunter, wo zahlreiche Tische, eine Bar, eine Bühne und Tanzparkett warteten. Der ganze Saal war in zarte Violett-Töne getaucht. Besonders erwähnenswert die Heizung des Saales, die durch Heizkanonen alle zehn Meter realisiert wurde. Eine andere Heizung stand für den Saal nicht zur Verfügung. Dennoch war es angenehm war. Hier spielten Tini Kainrath & Das Bernd Fröhlich Orchester.
Die Mitternachtseinlage, "A Mexico con Amor", wurde von Francisco Araiza und Monica Guillen-Chavez gesungen und konnte das Publikum nach und nach immer mehr in den Bann ziehen. Bei der Champagner-Arie aus Don Giovanni (bei der stilgerecht von Ballvater Maximilian Platzer zwei Gläschen desselben den Sängern gereicht wurde) waren die Gäste schließlich komplett verzaubert. Überraschend der Ausklang mit Konfetti und Glitter, welche von der Galerie aus in den Saal geschossen wurden. Hier muss man (obwohl der Effekt beeindruckend war) doch sagen, dass der Glitter den Boden des Festsaal bis zum Ballende hin rutschig machte und im Nachhinein wenig Freude bescherte.
Daran angeschlossen folgte die Quadrille, angesagt von Thomas Schäfer-Elmayer, die wie gewohnt kaum Platz am Parkett des Festsaales ließ.
Der Ball bot so viele Besonderheiten, dass gar nicht alle gewürdigt werden können, weder in dieser schriftlichen Form noch am Ball selbst. Wollte man den Ball komplett erkunden hatte man viel zu tun und kam kaum zu sonst etwas anderem. Viele Gäste fanden nach einiger Zeit ihr "Lieblingsplatzerl", bei dem sie blieben.
Die Damenspenden dieses Jahr waren die inzwischen schon zur Tradition gewordene Espresso-Tasse von Julius Meinl und ein Fächer von der Galerie Hilger. Beide sehr nützlich für begeisterte Kaffeetrinker und Ballgeher. Mehr nett als wirlich verwendbar war die Halskette aus Kaffeebohnen, die sehr intensiv nach dem Ausgangsprodukt roch. Echte Kaffee-Fans mag's freuen.
Nach Verlassen des Balles hatten die Gäste die Möglichkeit, den kostenlosen Fiaker-Transfer ins nahe Café Landtmann zu nutzen, in dem ein freier Platz besonders gegen Ballende hin kaum zu finden war.
Die Eröffnung des Kaffeesiederballes erfüllte die hohen Erwartungen der Stammgäste aufs Neue (wenn auch mit einer Viertelstunde Verspätung): nach dem Einzug des Jungdamen- und Herrenkomitees und der wie jedes Jahr fast nicht enden wollenden Prozession der Ehrengäste erklangen die Nationalhymnen Österreichs und des Gastlandes Mexikos sowie die Europahymne. Nachdem die letzten Töne verklungen waren folgte das erotisch-sinnliche Ballett "Danzón No.2" von Arturo Màrquez, eines der populärsten zeitgenössischen klassischen Musikstücke Mexikos, getanzt von der Vereinigung Wiener Staatsopernballett.
Musikalisch setzte Melba Ramos die Eröffnung fort und machte Mexiko stimmgewaltig mit "Ich bin verliebt" aus "Schön ist die Welt" (Lehár) eine Liebeserklärung.
Die diesjährige Eröffnung unter der Leitung der Tanzschule Elmayer war die beste Choreografie, die die Tanzschule dieses Jahr hervorgebracht war. Verspielter als üblich und mit vollendeter Grazie wurden zahlreiche Walzerfiguren in die Choreografie eingebunden, die dem Ganzen einen grazilen Schwung verliehen, der auch anderen Eröffnungen gut getan hätte. Besonders interessant auch die Einbindung der Walzer-Formationsgruppe der Tanzschule selbst, die für den Eröffnungswalzer eigens zum Eröffnungskomitee dazustieß und vollendete Walzerseligkeit bot.
Traditionell begrüßte Kommerzialrat Maximilian Platzer als Ballobmann seine Ehrengäste, hielt sich streng ans Protokoll und zog sich damit auch den Unmut des Publikums zu. Auch der Nationalratspräsident war selbstverständlich eingeladen, es kam jedoch der Dritte, Mrtin Graf, dessen Anwesenheit auch von Herrn Platzer gewürdigt wurde: Buhrufe und Pfiffe waren die Folge. Man merkte, dass es dem Besitzer des Café Weimars etwas zu ungut wurde; er beschleunigte kurzerhand seine Rede und ging zu den anderen Ehrengästen über, unter anderem Dagmar Koller. Besonders dankte er Elisabeth Gürtler für die Bereitschaft die Winterreitschule zur Verfügung zu stellen. Als Repräsentant des Themenlandes unterstrich S.E. Alejandro Díaz, der Botschafter Mexikos, die Freundschaft und langjährige gemeinschame Geschichte beider Länder und wies auf die Nichtanerkennung der Besetzung 1938 hin, was demonstrativen Beifall gab.
Gedauert hat die Eröffnung schließlich immerhin stolze eineinhalb Stunden (die Verspätung nicht dazugenommen).
Im Festsaal spielten in gewohnter Qualität das Wiener Opernballorchester unter Prof. Uwe Theimer und das Orchester Axel Rot. Das Parkett war dicht gedrängt und trotz so vieler offener Säle ganz offensichtlich das Lieblingstanzparkett der Gäste an diesem Abend. Obwohl es offensichtlich Lieblingsorte gab, an dem es eng wurde, hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es auf dem Ball zu eng war (mit der Ausnahme des Dachfoyers, zu dem der Zutritt wieder regelmentiert werden musste). Das Einbahnsystem zwischen Redoutentrakt und Festsaal funktionierte perfekt, auch wenn nicht alle Gäste dafür Verständnis hatten. Doch es löste ein Problem, mit dem der Ball lange Jahre zu kämpfen hatte.
Der Zugang zur Winterreitschule war überraschend einfach und schnell zu finden. Man gelang vom Redoutentrakt aus direkt zur Galerie des Saales, was einen atemberaubenden ersten Anblick bot. Die Veranstalter haben hier wirklich große Arbeit geleistet und verwandelten den Raum in einen wunderbaren Ballsaal. Über eine Wendeltreppe gelangte man zu den Zuschauerrängen und schließlich ganz hinunter, wo zahlreiche Tische, eine Bar, eine Bühne und Tanzparkett warteten. Der ganze Saal war in zarte Violett-Töne getaucht. Besonders erwähnenswert die Heizung des Saales, die durch Heizkanonen alle zehn Meter realisiert wurde. Eine andere Heizung stand für den Saal nicht zur Verfügung. Dennoch war es angenehm war. Hier spielten Tini Kainrath & Das Bernd Fröhlich Orchester.
Die Mitternachtseinlage, "A Mexico con Amor", wurde von Francisco Araiza und Monica Guillen-Chavez gesungen und konnte das Publikum nach und nach immer mehr in den Bann ziehen. Bei der Champagner-Arie aus Don Giovanni (bei der stilgerecht von Ballvater Maximilian Platzer zwei Gläschen desselben den Sängern gereicht wurde) waren die Gäste schließlich komplett verzaubert. Überraschend der Ausklang mit Konfetti und Glitter, welche von der Galerie aus in den Saal geschossen wurden. Hier muss man (obwohl der Effekt beeindruckend war) doch sagen, dass der Glitter den Boden des Festsaal bis zum Ballende hin rutschig machte und im Nachhinein wenig Freude bescherte.
Daran angeschlossen folgte die Quadrille, angesagt von Thomas Schäfer-Elmayer, die wie gewohnt kaum Platz am Parkett des Festsaales ließ.
Der Ball bot so viele Besonderheiten, dass gar nicht alle gewürdigt werden können, weder in dieser schriftlichen Form noch am Ball selbst. Wollte man den Ball komplett erkunden hatte man viel zu tun und kam kaum zu sonst etwas anderem. Viele Gäste fanden nach einiger Zeit ihr "Lieblingsplatzerl", bei dem sie blieben.
Die Damenspenden dieses Jahr waren die inzwischen schon zur Tradition gewordene Espresso-Tasse von Julius Meinl und ein Fächer von der Galerie Hilger. Beide sehr nützlich für begeisterte Kaffeetrinker und Ballgeher. Mehr nett als wirlich verwendbar war die Halskette aus Kaffeebohnen, die sehr intensiv nach dem Ausgangsprodukt roch. Echte Kaffee-Fans mag's freuen.
Nach Verlassen des Balles hatten die Gäste die Möglichkeit, den kostenlosen Fiaker-Transfer ins nahe Café Landtmann zu nutzen, in dem ein freier Platz besonders gegen Ballende hin kaum zu finden war.