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Flüchtlingsball 2010 - Ein Bericht
Der Flüchtlingsball ist eine Erfolgsstory für sich. Mehr Clubbing als Ball zieht er getreu dem Ziel des Integreationshauses, welches der Veranstalter des Events ist, Gäste aller Bevölkerungsschichten und Nationen an. Für die Bewohner des Integrationshauses selbst ist der Eintritt kostenlos, weswegen es auch keine Kleiderordnung gibt. Man findet hier alles, von Jeans bis Smoking und Ballkleid. Doch auch das ist beabsichtigt und stört eigentlich nicht. Es lebe die Vielfalt! Genauso verschieden wie die Besucher sind auch die Musikangebote. Statt Walzer, Jive und Samba finden sich hier afrikanische Rhythmen, türkische Klänge und elektronische Musik. Da überrascht es auch nicht, dass hier keine klassische Eröffnung zu finden ist. Die bestand dieses Jahr aus drei Salsapaaren, die zu lateinamerikanischen Liedern des Integrationshaus-Chores tanzten. Zwar ausgezeichnet, aber doch etwas zu lang. Begrüßt wurden die Gäste durch Willi Resetarits, den Vorstandsvorsitzenden des Integrationshauses, der von einer Übersetzerin auch in die Gebärdensprache übersetzt wurde. Als besonderes Anliegen erwähnte er die verschärfte Einwanderungspolitik Österreichs, die es für Flüchtlinge noch schwieriger macht, in unserem Land zu bleiben.
Anders als auf anderen Bällen sind hier auch Speis und Trank wirklich leistbar (Ein kleines Bier € 3,50). Etwas gewöhnungsbedürftig war der Ausschank direkt neben der Tribüne im Festsaal. Im Wappensaal gab es köstliche Weine zu genießen, während direkt im Saal daneben orientalische Speisen angeboten wurden, die sehr gut angenommen wurden. Ungewohnt auch die Disco, deren Turntables mit "Russendisko Soundsystem" aus Berlin besetzt waren. Abgesehen von der ungewohnten, aber durchaus interessanten Mischung aus Balalaika Rock'n'Roll, Klezmer Ska, Ethnokitch und SpeedFolkPunk war diese etwas zu laut. Auch anwesend war die Wiener Tschuschenkapelle, ein Wiener Urgestein, die von Safran, einer türkischen Gruppe abgewechselt wurden. Tänzerisch gesehen gab es am Flüchtlingsball nicht viel zu tun, aber die Möglichkeit, innerhalb weniger Gehminuten in so vielen Sälen völlig unterschiedliche Musikrichtungen konzertant zu erleben wiegt das absolut wieder auf.
Zu Mitternacht erhob der Chor des Integrationshauses wieder seine Stimmen und sang wie es inzwischen schon Tradition ist ein selbst geschriebenes Lied, welches von Integration, Migration und die Wünsche der Flüchtlinge und der Mitarbeiter des Integrationshauses handelte. Anschließend folgte die Tombola, dessen Hauptpreis ein Fahrrad darstellte.
Fazit:
Der 15. Flüchtlingsball war auch dieses Jahr wieder ausverkauft und ist für Freunde der Vielfalt ein Muss. Akustisch und kulinarisch gesehen bietet er viel Abwechslung und ist sicherlich gerade deswegen empfehlenswert. Wirklich Ball ist das Event nicht, eher Clubbing mit Konzerten, aber er schafft für einen Abend zumindest eines: Integration.
Anders als auf anderen Bällen sind hier auch Speis und Trank wirklich leistbar (Ein kleines Bier € 3,50). Etwas gewöhnungsbedürftig war der Ausschank direkt neben der Tribüne im Festsaal. Im Wappensaal gab es köstliche Weine zu genießen, während direkt im Saal daneben orientalische Speisen angeboten wurden, die sehr gut angenommen wurden. Ungewohnt auch die Disco, deren Turntables mit "Russendisko Soundsystem" aus Berlin besetzt waren. Abgesehen von der ungewohnten, aber durchaus interessanten Mischung aus Balalaika Rock'n'Roll, Klezmer Ska, Ethnokitch und SpeedFolkPunk war diese etwas zu laut. Auch anwesend war die Wiener Tschuschenkapelle, ein Wiener Urgestein, die von Safran, einer türkischen Gruppe abgewechselt wurden. Tänzerisch gesehen gab es am Flüchtlingsball nicht viel zu tun, aber die Möglichkeit, innerhalb weniger Gehminuten in so vielen Sälen völlig unterschiedliche Musikrichtungen konzertant zu erleben wiegt das absolut wieder auf.
Zu Mitternacht erhob der Chor des Integrationshauses wieder seine Stimmen und sang wie es inzwischen schon Tradition ist ein selbst geschriebenes Lied, welches von Integration, Migration und die Wünsche der Flüchtlinge und der Mitarbeiter des Integrationshauses handelte. Anschließend folgte die Tombola, dessen Hauptpreis ein Fahrrad darstellte.
Fazit:
Der 15. Flüchtlingsball war auch dieses Jahr wieder ausverkauft und ist für Freunde der Vielfalt ein Muss. Akustisch und kulinarisch gesehen bietet er viel Abwechslung und ist sicherlich gerade deswegen empfehlenswert. Wirklich Ball ist das Event nicht, eher Clubbing mit Konzerten, aber er schafft für einen Abend zumindest eines: Integration.